
Beginne mit stummen Symbolen und ohne roten Badges. Dann entferne Widgets, die dich unbewusst ziehen. Schließlich verbanne die größten Sogquellen vom Homescreen in einen Ordner auf Seite zwei. Ersetze kurze Scrollpausen durch Hörbuchminuten oder einen Blick ins Fensterlicht. So entsteht eine Staffelung, die realistisch bleibt. Berichte, an welcher Stufe du hängst, welche Hürde auftauchte und welcher kleine Trick – etwa ein anderes Hintergrundbild – den Durchbruch brachte.

Wähle eine einzige Aktivität für dreißig bis sechzig Minuten: kochen, lesen, zeichnen, sortieren. Stelle einen Timer und gönn dir eine Tasse Tee als Startsignal. Ohne Nebenbei‑Bildschirm spürst du wieder das befriedigende Gewicht eines abgeschlossenen Vorgangs. Notiere kurz, wie du dich danach fühlst. Teile deine Lieblings‑Single‑Tasks, damit andere inspirierende Ideen finden, die sich leicht an laute Haushalte, kleine Kinder oder wechselnde Schichten anpassen lassen.

Lege eine einfache Liste an, auf der spontane Kauf‑, Klick‑ oder Rechercheimpulse erst einmal landen. Einmal pro Woche prüfst du, was übrig bleibt. So gewinnst Distanz, ohne etwas zu verbieten. Viele Punkte verlieren von selbst Glanz. Feiere kleine Erfolge öffentlich: „Drei Impulse, null Käufe.“ Erzähle, wie sich dein Budget, aber auch deine Abendstimmung verändert haben, seit kurze Reize nicht mehr sofort Handlung erzwingen und stattdessen freundlich parken.